Ganzheitlichkeit.

Wer Leistung will, muss Leben fördern! Dieses Motto kennen viele aus dem Sport. Es ist aber ebenso für die Wissenschaft als auch für die Wirtschaft gültig und wichtig. Denn um die Geschicke des Lebens bewältigen zu können, muss man fit sein und sich gesund fühlen.

 

Der Körper wird zum Symptomträger für das, was im Zusammenhang mit den täglichen (Arbeits-) Anforderungen auf der Strecke bleibt. Für zu hohe Belastungen bei der Arbeit muss häufig der Körper die Rechnung bezahlen. Noch nie hat die Wirtschaft in den westlichen Industrienationen so effizient gearbeitet. Und gleichzeitig haben die Macher in den Führungsetagen wohl noch nie so unter den Arbeits- und Lebensverhältnissen gelitten wie zum Ende des zweiten Jahrtausends.

 

Die Zwickmühlen zwischen gestellten Anforderungen und verfügbaren Ressourcen, zwischen Karriere und Gesundheit, zwischen Funktionieren und Lebendig sein, haben zu einer Renaissance des Körpers und der Seele im Management geführt. Das eine spiegelt sich im  anderen wider: Führungskräfte, die "Rückgrat zeigen", "Standfestigkeit" beweisen müssen oder "beherzt" an ihre Aufgaben heran gehen müssen körperlich fit und gleichzeitig mental stark sein.


Life Balance.

Der Begriff Work-Life-Balance ist in aller Munde. Burnout entsteht (angeblich) aufgrund fehlender Work-Life-Balance. Die Work-Life-Balance ist nicht mehr gegeben aufgrund von verschwimmenden Grenzen durch die ständige Erreichbarkeit via Smartphone, Tablet etc. 

 

Der Begriff Work-Life-Balance ist damit in so fern schlecht gewählt, da er suggeriert, dass Arbeit dem Leben ein gegenübergestellter, von ihm abgegrenzter Bereich ist. Dabei ist die Arbeit ein wesentlicher Bestandteil des Lebens. Alle Lebensbereiche sind miteinander verwoben und können nicht getrennt oder völlig unabhängig voneinander betrachten werden. Sie sind komplex miteinander verbunden und formen und beeinflussen den Menschen, den Mitarbeiter, den Vater, das Kind, den Freund, etc. als Ganzes.

 

Der ursprüngliche Gedanke von Work-Life-Balance ist für mehr Zufriedenheit mit dem eigenen Leben zu sorgen. Im Fokus steht die Optimierung des Ausgleichs zwischen der geistigen und körperlichen Erwerbsarbeit gegen Entgelt (Work-Komponente) und allen anderen Lebensbereichen wie Freizeit, Familie, Freunde und Sport (Life-Komponente).